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2026 Buch

Rassifizierte Topographien. Über die Problematisierung von Migration im städtischen Raum

Die Studie zeichnet nach, wie eine migrantische Geschäftsstraße in Köln seit dem Anwerbestopp von 1973 stigmatisiert wurde: ethnografisch und genealogisch, entlang der offiziellen und medialen Deutungen von „Brennpunkten“ und „Parallelgesellschaften“ und der Gegennarrative der migrantischen Bewohner:innen. Am Anschlag einer rechtsterroristischen Gruppe im Jahr 2004 und den anschließenden Ermittlungen zeigt sie, wie Soziale Arbeit, Sicherheitsbehörden und Stadtentwicklung an der Herstellung einer rassifizierten Topographie mitgewirkt haben. Erscheint in der Reihe Urban Studies; laut Verlag voraussichtlich am 28. Dezember 2026, rund 470 Seiten.

2026 Dissertation

Verhandlungszonen einer rassifizierten Topographie – Die Problematisierung der Migration in der Kölner Keupstraße und die Materialisierung unternehmerischer Raum- und Stadtstrategien

Untersucht, wie die Keupstraße in Köln-Mülheim über rund 50 Jahre hinweg problematisiert wurde und wie sich dort unternehmerische Raum- und Stadtstrategien materialisierten. Verbindet einen genealogisch-ethnografischen Ansatz mit Interview-, Medien- und Dokumentenanalyse. Betreut von Prof. Dr. Gabriele Fischer (Hochschule München) und Prof. Dr. Clarissa Rudolph (OTH Regensburg). Die Dissertation wurde im Juni 2026 an der Hochschule München verteidigt und ist noch nicht veröffentlicht.

2026 Buchkapitel

Der soziale Raum des Rassismus

Führt Zuschreibungen wie „Brennpunkt“ und „Parallelgesellschaft“, das Leitbild der sozialen Mischung, die Broken-Windows-These und Wacquants Konzept der territorialen Stigmatisierung (im Anschluss an Bourdieus sozialen Raum) zusammen und entwickelt daraus einen Begriff von institutionellem Rassismus als lokalem Macht-Wissen-Apparat, den Soziale Arbeit, Stadtentwicklung und weitere Akteur:innen teilen.

19. Oktober 2021 analyse & kritik Artikel

Der Geschmack der urbanen Mittelschicht (extern)

Zeigt am Beispiel der Keupstraße, wie die Aufwertung sogenannter Problemviertel durch Verdrängung die Stadtplanung prägt, und beschreibt dies als sozialräumlichen Rassismus.

24. August 2026 OTH Regensburg Interview

Wie sich die Kölner Keupstraße innerhalb 50 Jahren verändert hat (extern)

Kurzes Interview in der Reihe „Frisch promoviert“ zu seiner Dissertation: wie die Keupstraße über rund 50 Jahre problematisiert wurde, welche Methoden er nutzte, was ihm die Promotion bedeutet und welche Ratschläge er Promovierenden gibt. Auch in englischer Fassung verfügbar.

14. Juni 2026 Hochschule München Meldung

Erste eigenständige Promotion der HM (extern)

Meldet die erfolgreiche Verteidigung seiner Dissertation, die erste eigenständige Promotion eines HM-Promovierenden und die erste abgeschlossene Promotion am PZSGT.

6. August 2025 Wissenschaft & Frieden 2025/3 Tagungsbericht

Umkämpftes Erinnern in der postmigrantischen Gesellschaft (extern)

Tagungsbericht von Alia Herz-Jakoby, der Varols Vortrag darüber zusammenfasst, wie unternehmerisches Stadtmarketing das aktivistische Gedenken an den NSU-Nagelbombenanschlag von 2004 in der Keupstraße entpolitisieren kann.