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2026 Buch

Rassifizierte Topographien. Über die Problematisierung von Migration im städtischen Raum

Die Studie zeichnet nach, wie eine migrantische Geschäftsstraße in Köln seit dem Anwerbestopp von 1973 stigmatisiert wurde: ethnografisch und genealogisch, entlang der offiziellen und medialen Deutungen von „Brennpunkten“ und „Parallelgesellschaften“ und der Gegennarrative der migrantischen Bewohner:innen. Am Anschlag einer rechtsterroristischen Gruppe im Jahr 2004 und den anschließenden Ermittlungen zeigt sie, wie Soziale Arbeit, Sicherheitsbehörden und Stadtentwicklung an der Herstellung einer rassifizierten Topographie mitgewirkt haben. Erscheint in der Reihe Urban Studies; laut Verlag voraussichtlich am 28. Dezember 2026, rund 470 Seiten.

2026 Buchkapitel

„Diese Menschen waren ein Teil von uns“. Erinnern an Opfer rechter Gewalt, rassistische Migrationspolitik und symbolische Gewalt

Untersucht den Kampf von Angehörigen und Überlebenden, insbesondere seit der Selbstenttarnung des NSU 2011, darum, dass die Opfer rechter Gewalt in das gesellschaftliche Gedächtnis Deutschlands aufgenommen werden. Erinnern und Nicht-Erinnern werden als Teil einer von Machtverhältnissen geprägten symbolischen Ordnung verstanden und mit rassistischer Migrationspolitik und symbolischer Gewalt in Beziehung gesetzt.

2023 Bericht

Dokumentationszentrum für die Opfer rassistischer Gewalt 1999–2007ff. Bundesweite Bestandsaufnahme von Aufarbeitungsaktivitäten und Einbindung von Betroffenenperspektiven (Teilbericht A, B, C)

Bundesweite Bestandsaufnahme von Aktivitäten zur Aufarbeitung der NSU-Verbrechen und der Frage, wie die Perspektiven Betroffener in ein künftiges Dokumentationszentrum eingebunden werden können; stützt sich unter anderem auf qualitative Interviews mit 7 Opfern und Angehörigen sowie 25 Personen aus deren Unterstützungsumfeld. Expertise Nr. 1 für die Machbarkeitsstudie der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), in deren Anhang sie am 29. Februar 2024 veröffentlicht wurde.

18. Juni 2024 analyse & kritik Artikel

Die Steinmeier-Show (extern)

Kritik an der Birlikte-Veranstaltung 2024 zum 20. Jahrestag des NSU-Nagelbombenanschlags in Köln: Politiker:innen inszenierten Solidarität, während Überlebende an den Rand gedrängt wurden.

14. April 2020 kritisch-lesen.de Rezension

Keinen Dank, sondern Respekt! (extern)

Rezension von Kutlu Yurtsevens und Rossi Penninos Geschichte der Kölner Hip-Hop-Gruppe Microphone Mafia, einschließlich ihrer antifaschistischen Arbeit und ihrer Reaktion auf die NSU-Anschläge.

Erinnerungsarbeit & Beobachtung

Mehr zum NSU-Komplex
6. August 2025 Wissenschaft & Frieden 2025/3 Tagungsbericht

Umkämpftes Erinnern in der postmigrantischen Gesellschaft (extern)

Tagungsbericht von Alia Herz-Jakoby, der Varols Vortrag darüber zusammenfasst, wie unternehmerisches Stadtmarketing das aktivistische Gedenken an den NSU-Nagelbombenanschlag von 2004 in der Keupstraße entpolitisieren kann.

12. Oktober 2021 kritisch-lesen.de, Nr. 61 Interview

„Man hat rein gar nichts gelernt“ (extern)

Interview von Johanna Bröse in der Ausgabe „NSU – Zehn Jahre nach der Selbstenttarnung“ über den Nagelbombenanschlag in der Keupstraße, den Umgang von Polizei und Medien mit den Opfern, die NSU-Tribunale, die Initiative Herkesin Meydanı und institutionellen Rassismus.

26. Juni 2021 Antifaschistische Linke International (A.L.I.), Waageplatz, Göttingen Podium

Solidarität muss Praxis werden (extern)

Gast einer Open-Air-Diskussion zum Auftakt der Kampagne „Die Bürokratie des Bösen – Niemand muss Ausländerbehörde sein!“ über den NSU, Neonazis in Polizei und Verfassungsschutz, Halle, Hanau und Antworten auf Rassismus.